24.04.2026

ROBERTA

Automatisierte Busse revolutionieren ÖPNV

ROBERTA ist ein österreichweites Leitprojekt für den Betrieb automatisierter Busse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das Projektkonsortium besteht aus 19 Partnern aus Verkehrswirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Sie entwickeln Grundlagen für das Einbinden hochautomatisierter Busse mit mehr als acht Sitzplätzen in den bestehenden öffentlichen Verkehr. Das Projektkonsortium untersucht, wie bereits verfügbare Technologien – von hoch-automatisierten Bussen bis zu Systemen zur Fernüberwachung – an österreichische Rahmenbedingungen angepasst werden können.

Logo des Projekts „Roberta“ mit dem Schriftzug „Real World Automated Bus Operation Austria“. Im unteren Bildbereich ist ein verschwommen dargestellter, elektrisch betriebener Bus im Straßenverkehr bei Dämmerung zu sehen, beleuchtet von blau‑grünem Licht.
ROBERTA: Automatisierte Busse revolutionieren ÖPNV © iStock/ViewApart/FH OÖ

Der automatisierte Busbetrieb wird nicht nur technisch erprobt. Es sollen auch, organisatorische, rechtliche und betriebliche Voraussetzungen für einen sicheren und verlässlichen Einsatz im regulären Linienverkehr geschaffen werden. Zum Einsatz kommen ausschließlich elektrisch betriebene Busse mit Automatisierungslevel 4, begleitet von ausgebildetem Sicherheitspersonal. Ein zentrales, skalierbares Flotten-Remote-Managementsystem überwacht die Fahrzeuge.

Das Projekt umfasst den realen Einsatz in Pilotregionen in Oberösterreich, Kärnten, Tirol und der Steiermark. In Oberösterreich ist eine rund zehn Kilometer lange Teststrecke vom Bahnhof Pregarten nach Hagenberg geplant, die in das bestehende Liniennetz integriert wird. Der Betrieb erfolgt durch regionale Verkehrsunternehmen in Zusammenarbeit mit Ländern, Verkehrsverbünden, Gemeinden und weiteren relevanten Stakeholdern.  

ROBERTA will die Basis für den skalierbaren Betrieb automatisierter Busse im ÖPNV-System liefern, etwa hinsichtlich Erfahrungswerte zu Kosten, Fahrzeiten, Personaleinsatz, Verfügbarkeit, Planung oder Nutzer-Akzeptanz. Zusätzlich arbeitet das Projektteam mit Sozialpartnern an Ideen, wie Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich geschaffen werden. Das kann beispielsweise Berufsbilder wie Sicherheitslenkung oder Remote-Flottenmanagement umfassen.

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) fördert das Projekt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit 3,5 Mio. Euro, das Land OÖ (Ressorts Infrastruktur und Wirtschaft) hat eine Million Euro Förderung zugesagt (vorbehaltlich Landtagsbeschluss).

ROBERTA – Real wOrld automated Bus opERaTion Austria

Projektleitung: 

FH Oberösterreich Campus Steyr Logistikum

Projektpartner Oberösterreich:  

  • Automobil-Cluster, Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH 
    (Leitung Arbeitspaket Dissemination & Verwertung)
  • DigiTrans GmbH (Leitung Pilotregion OÖ. Leitung Arbeitspaket Pilotregionen)
  • KEBA Group AG (Fahrgastassistenzsystem im Bus)
  • OÖ Verkehrsverbund-Organisations GmbH Nfg.& Co KG (Planung und Beauskunftung der Busse in der Pilotregion OÖ)
  • Robert Bosch AG (Lademanagement, Connectivity und Cybersecurity)
  • Software Competence Center Hagenberg GmbH (Evaluierung und Datenaufbereitung)
  • Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe GmbH (Busbetreiber Pilotregion OÖ)

Weitere Projektpartner:

  • ALP.Lab GmbH (Leitung Pilotregion Steiermark und Kärnten)
  • ANDATA Entwicklungstechnologie GmbH
  • Eustacchio Andreas Renato Angelo Dr.
  • Grazer Energieagentur Ges.m.b.H
  • Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH
  • Gerald Windisch – eMobility consult (Leitung Pilotregion Tirol)
  • Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH
  • Irene Fuchs  
  • JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
  • Kuratorium für Verkehrssicherheit
  • Virtual Vehicle Research GmbH

Laufzeit: 

1.2.2026-31.1.2030 

Kontaktpersonen:

Doris Straub, Projektmanagerin Autombil-Cluster, Business Upper Austria
Doris Straub
Projektmanagerin

Vernetzte Mobilität

doris.straub(at)biz-up.at