Bioökonomie: Verein Bioeconomy Austria gegründet
Bioeconomy Austria
Das Projekt „Netzwerkaufbau in Vorbereitung eines österreichischen Bioökonomie-Clusters“ – bekannt als „Bioeconomy Austria“ – hat in den vergangenen Jahren den Grundstein für eine strukturierte Bioökonomie-Plattform gelegt. Jetzt ist ein eigenständiger, breit verankerter Verein entstanden. Er ist die zentrale Plattform für nachhaltiges, kreislauforientiertes Wirtschaften in Österreich. Für die heimische Bioökonomie beginnt damit eine neue Phase. Der Cleantech-Cluster (CTC) der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria fungiert als zentrale Anlaufstelle in Oberösterreich.
Das Netzwerk wurde mit dem Verein „Bioeconomy Austria“ institutionell gestärkt sowie inhaltlich erweitert. Institutionell deshalb, weil das Konsortium national erweitert wurde. Der Verein arbeitet jetzt auch intensiver mit europäischen Initiativen zusammen, z. B. mit der European Bioeconomy Clusters Alliance. Österreich wird zudem Gastgeber zentraler Veranstaltungen wie dem globalen Wald-Bioökonomie-Gipfel 2026 und präsentiert nationale Lösungen auf europäischen Fachkonferenzen.
Inhaltlich bildet die holzbasierte Bioökonomie weiterhin das Fundament, etwa im Leichtbau, bei der zirkulären Sanierung oder bei neuen Holzwerkstoffen. Gleichzeitig öffnet sich Bioeconomy Austria stärker für weitere Wertschöpfungsketten: von der Landwirtschaft über aquatische Systeme bis hin zu biogenen Reststoffen und biobasierter Chemie. Der Verein bietet Orientierung über Fördermöglichkeiten und begleitet Unternehmen, Regionen sowie Forschungspartner beim Entwickeln biobasierter Innovationen. Er fungiert als zentrale Drehscheibe für Wissenstransfer, Kooperation und Innovation als Motor für die nachhaltige Transformation der österreichischen Wirtschaft.
Der Cleantech-Cluster der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria ist die zentrale Ansprechstelle für Unternehmen und Organisationen aus Oberösterreich. Im Fokus stehen grundsätzlich alle Themen der Bioökonomie. Aktuell konzentriert sich der Cleantech-Cluster auf die Textil- und Abwasserwirtschaft, konkret auf die Substitution fossiler Textilien durch biobasierte Fasern, das Recycling und die Kreislaufführung von Textilien, das Rückgewinnen von Phosphor aus Abwasser sowie die vierte Reinigungsstufe von Abwasser. Der Cluster initiiert und begleitet dabei Projekte, in denen durch Vernetzung, Wissensaustausch und praxisnahe Lösungsansätze Innovationen entstehen, die gleichzeitig ökologische und wirtschaftliche Vorteile für die Region erzielen.
Schon im ursprünglichen Projekt entstand ein tragfähiges Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, auf dem der neu gegründete Verein jetzt aufbauen kann. Es entstanden vielfältige Kooperations- und Veranstaltungsformate sowie erste Forschungs-, Technologie- und Innovationsprojekte. Einer der Meilensteine war die Entwicklung der gemeinsamen Marke „Bioeconomy Austria“.
Das Projekt zählt aktuell 375 Netzwerkpartner, erreichte mehr als 1.500 Personen und initiierte zahlreiche Kooperationen sowie konkrete Innovationsvorhaben. Zentrale Erkenntnis: Eine systematische, partizipative und thematisch fokussierte Herangehensweise ist entscheidend für Transformationsprozesse. Die im Projekt entwickelten Empfehlungen für die nächste Phase – etwa inhaltliche Erweiterung, institutionelle Verfestigung und gezielte Förderung von Innovationsprojekten – werden mit der Gründung des Vereins Bioeconomy Austria jetzt umgesetzt.
Laufzeit: Jänner 2025 bis Dezember 2028