„Digitaler Humanismus“ anlässlich des strategischen Programms #UPPERvision2030
«Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen» Chinesisches Sprichwort
Die Wertschöpfungsbereiche der OÖ Wirtschaft werden immer stärker digitalisiert
(digitale Produkte / Services). Eine hohe Akzeptanz dieser
Digitalisierungsanwendungen bei den Menschen (Entwickler*innen und Nutzer*innen)
wird entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen
Spitzenregionen sein.
Denn nur bei einer breiten Akzeptanz und Vertrauen der Gesellschaft in die
Digitalisierung und in Künstliche Intelligenz (KI-) Anwendungen können wir als Region
gemeinsam die großen Chancen der Digitalisierung nutzen.
Ziel muss es sein, die berechtigten Sorgen und Ängste auszuräumen, indem wir klare
Regelwerke zum Digitalen Humanismus entwickeln.
Eine Führungsrolle der Oberösterreichischen Unternehmen bei der Anwendung des
Digitalen Humanismus (Unterbegriffe: Ethische KI, Human-centered Technology) ist
für ein nachhaltig wirtschaftlich erfolgreiches OÖ von entscheidender Bedeutung.
Daher wollen wir als OÖ proaktiv den ethischen Diskurs führen und nicht andere
Regionen über OÖ entscheiden lassen.
Ziele für OÖ könnten dabei sein:
• 100% technologie-affine Bürger*innen in OÖ bis 2030
• 100% Verstärkung der Technologiekompetenz in OÖ
• 100% mehr Umsetzer*innen, die das Handlungsfeld vorantreiben
• 100% Vertrauen in oö. Produkte und Services, die dem menschlichen Interesse
gerecht werden, durch Veredelung des Rohstoffes „digitale Daten“
Entwicklung einer gesellschaftlich akzeptierten, vertrauensvollen „Kamera“ für den
Einsatz am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Bereichen zum Vorteil für die oö.
Gesellschaft und die oö. Wirtschaft. Dieses System könnten aus mehreren Kameras,
Beschluss aus der 31. Ratssitzung am 28.05.2020 Seite 3 von 3
Sensoren und einem Prozessor bestehen. Die Analyse aus den gewonnen Daten
könnte lokal erfolgen und nur ganz bestimmte Erkenntnisse werden weitergegeben.
Mögliche Aspekte: Gesundheit, (Arbeits-)Sicherheit, Schulung, Unterstützung,
Ergonomie, generelle Anwendungsrecherche….
Mögliche Fragestellungen: Welche Daten werden lokal in der „Kamera“ verarbeitet?
Welche können / dürfen an wen weitergegeben werden? Wie stellt man sicher, dass
aus dem System nicht unbefugt Daten ausgelesen werden können? Welche
Anwendungen sind möglich und welchen Wert haben diese Anwendungen für
unterschiedliche Stakeholder (für Mitarbeiter*innen, Kunden, …)? Welche ethischen
Fragestellungen müssen diskutiert werden?
Ziel ist die breite gesellschaftliche Akzeptanz. Daher eine gemeinsame Entwicklung
von Forschungseinrichtungen mit Wirtschaft/Industrie und Arbeiterkammer.
Installation von Pilotanwendungen im öffentlichen Raum, um Vertrauen in der
Bevölkerung aufzubauen.
Dzt. wird ein Projekt JKU/AEC Richtung Human-centered Technology vorbereitet
(Gerfried Stocker, AEC)
FFG KITKA – IHS/FHOÖ/Uni Salzburg/Ontec – Start 1.3.2020: Plattform für KI
Anwendungen aus/für Österreich, die aus Perspektive Technologie, Wirtschaft,
Gesellschaft und Ethik bewertet werden (Margarethe Überwimmer, FH OÖ)
Aus Sicht der Task Force des RFT OÖ gibt es DIE tollen AI-Hubs noch nicht, die sich
in interdisziplinären Teams mit KI und deren Anwendungen aus Technologie-,
Wirtschafts- und Ethik-Sicht beschäftigen. Dies ist eine Chance für OÖ!
Die Positionspapiere (Technikinitiativen, 4-Prozent F&E Quote, Human Resources,
Internationalisierung, Awareness für F&E und Entrepreneurship) sowie auch die grundstrategischen
Empfehlungen und alle weiteren Empfehlungen des RFT OÖ behalten weiterhin an Gültigkeit.
Insbesondere verweist der RFT OÖ auf die Empfehlung „Strategisches Programm #upperVISION2030“
2019/2020.