Innovation neu denken
Agil, offen und zukunftsorientiert – so müssen wir Innovation heute denken. Das war das Fazit des InnoGreen Market Events am 23. September beim Innovationsforum Industrie in der voestalpine Stahlwelt in Linz.
Der Event war Teil des Interreg-Central-Europe-Projekts SMERF (SMEs Ready for the Future). Er vernetzte KMU und Start-ups aus Mittel- und Osteuropa mit Industrieunternehmen. Im Fokus standen Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Kooperation. Teilnehmende aus sieben Ländern diskutierten, wie Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit stärken und resilient bleiben. Torsten Rehder von TRENDONE betonte: „In einer komplexen Welt reichen einfache Prognosen nicht mehr aus. Unternehmen müssen Szenarien antizipieren und flexibel reagieren.”
Thomas Linde schilderte, wie die KEBA Group Innovation lebt: mit kreis- und rollenbasierten Modellen. „Innovation entsteht durch offene Zusammenarbeit mit externen Partnern. Mitarbeitende werden zu Mitgestaltern.“ Auch Toyota Electronics Europe setzt laut Georg Zembacher auf intelligentes Design und flexible Produktion. Der Wandel zur kundenindividuellen Kleinserie gelingt technologisch und kulturell: „Mitarbeitende übernehmen Verantwortung und gestalten Innovation mit.“
In der Session des Mechatronik-Clusters zeigte Stefan Ensfellner von PÖTTINGER Landtechnik, wie Agilität, Zukunftsdenken und Kooperation zusammenspielen: „Innovation beginnt mit dem Warum – dem Sinn hinter neuen Entwicklungen.“ Manuel Brunner von der FH OÖ stellte datengetriebene Ansätze zur Geschäftsmodellinnovation vor. Markus Mair von Business Upper Austria präsentierte das Enterprise Europe Network (EEN) – das weltweit größte Unterstützungsnetzwerk für KMU. Es bietet kostenlose Hilfe bei Internationalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit.