KI zieht ins Personalbüro ein
Künstliche Intelligenz verändert auch das Personalwesen. Die Abteilung Human Capital Management bei Business Upper Austria hat diesen Trend früh erkannt und 2025 in einer dreiteiligen Workshop-Reihe gezeigt, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind. Das Konzept: Praxisnah, interaktiv und offen für Diskussionen. 2026 folgen weitere Termine und Formate.
Bei jedem Workshop präsentierte ein Betrieb ein reales Fallbeispiel samt Live-Demonstration der eingesetzten Tools. Ob individuell ausgespielte Jobanzeigen auf Social Media, mehrsprachige Schulungsvideos oder KI-gestützte Mitarbeitergespräche – die Beispiele machten deutlich, dass KI für Unternehmen jeder Größe praktikable Lösungen bietet.
Die Auftaktveranstaltung widmete sich dem Recruiting auf Social Media. FACC und Vortura Solutions stellten ein KI-basiertes Modell vor, das für schwer zu besetzende Produktionsstellen entwickelt wurde. Die Idee: Jobanzeigen und Videocontent werden individuell auf drei Persönlichkeitstypen zugeschnitten – wettbewerbs-, beziehungs- oder fachorientiert. Die KI analysiert das Nutzerverhalten und spielt alternative Anzeigen aus, bis der passende Typ identifiziert ist und es zu einer Kontaktaufnahme kommt. Das Ergebnis ist beeindruckend: Simone Kraxberger, Senior Expert Employer Branding bei FACC, berichtete von höheren Klickraten, qualifizierten Bewerbungen und besseren Einstellungsquoten.
Im zweiten Workshop ging es um interne Anwendungen. Resch&Frisch zeigte, wie KI dabei hilft, sicherheitsrelevante Informationen mehr als 1.300 Mitarbeitenden aus 49 Nationen verständlich zu vermitteln. „Unsere avatarbasierten Lernvideos sowie die KI-generierten Übersetzungen von Dokumenten in mehreren Sprachen, geprüft von Native Speakern, sorgen für eine klare und kulturell stimmige Kommunikation“, sagte Anna Strutzenberger, Leiterin Human Resources bei Resch&Frisch.
Beim dritten Termin richteten GN Bauphysik und Cosmo Consult den Blick in die Zukunft von Mitarbeitergesprächen. Eine KI-Applikation begleitet Gespräche, transkribiert sie automatisch und erstellt strukturierte Zusammenfassungen. Camilla Zehetbauer, Teamleiterin Organisationsentwicklung und Prozesse bei GN Bauphysik, erklärte den großen Vorteil: „Führungskräfte können sich voll auf das Gespräch konzentrieren, während die KI im Hintergrund die Dokumentation übernimmt. Die Informationen werden über die HR-Plattform HR for Microsoft Dynamics verarbeitet und anschließend zur Feinabstimmung bereitgestellt.“
Die Workshop-Reihe hat gezeigt: KI ist im HR-Management angekommen. „Zu jeder Veranstaltung kamen mehr als 20 Teilnehmende aus unterschiedlichen Unternehmen – ein klares Signal für die Relevanz des Themas. Deshalb setzen wir 2026 den Schwerpunkt fort. Mit praxisorientierten Workshops wie ‚KI als neuer Teamkollege‘, ‚Chatbots für HR‘ und ‚KI im Unternehmen‘. Zusätzlich startet am 3. März eine exklusive Erfahrungsaustauschrunde für Mitgliedsbetriebe, die dreimal jährlich stattfinden wird“, kündigt Manfred Luger, Leiter Human Capital Management bei Business Upper Austria, an.
KI als neuer Teamkollege: Wie Assistenz, Kommunikation und HR smarter werden
4. Februar 2026, Linz
Information & Anmeldung
Chatbots für HR – entwickeln, trainieren, einsetzen
22. April 2026, Linz
Information & Anmeldung
KI im Unternehmen: Chancen nutzen, Risiken beherrschen
5. Mai 2026, Linz
Information & Anmeldung
KI in der HR
1. Termin: 3. März 2026
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