06.08.2025

Leichtbau in Bewegung: A2LT auf Innovationsreisen

Um neue Perspektiven zu gewinnen, schaut die österreichische Leichtbauplattform Austrian Advanced Lightweight Technology (A2LT) bewusst über den Tellerrand hinaus und schöpft im internationalen Austausch wertvolle Impulse. Ende Mai und Anfang Juni reisten Vertreter der A2LT mit Expert:innen aus Wirtschaft und Forschung nach Schweden und Polen. Im direkten Dialog vertieften die Teilnehmenden ihr Fachwissen und legten zugleich den Grundstein für neue Kooperationen.

A2LT-Delegation bei der Leichtbau-Studienreise in Schweden
A2LT-Delegation bei der Leichtbau-Studienreise in Schweden © Business Upper Austria

Auf Initiative der A2LT besuchte Ende Mai eine Delegation österreichischer Universitätsvertreter:innen und PhD-Studierender schwedische Leichtbauzentren. Gemeinsam mit dem LIGHTer PhD-Network und dem Strategic Innovation Program LIGHTer (Teil des renommierten RISE Research Institute of Sweden) stellte die A2LT ein intensives Programm auf die Beine. Die Stationen in Trollhättan boten ein breites Spektrum an Leichtbau-Innovationen: von additiver Fertigung bei GKN Aerospace über innovative Fügetechnologien am Produktionstekniskt Centrum bis hin zu Materialforschung an der Chalmers University. Bei Volvo Cars lag der Fokus auf Strukturmaterialien und Sicherheitsforschung.

Interdisziplinärer Ansatz

In Stockholm und Södertälje öffneten KTH, Scania und ADVANTAGE AUSTRIA ihre Türen und lieferten wertvolle Impulse zu Fahrzeugkonzepten, Nachwuchsförderung und internationaler Zusammenarbeit. 

„Die Studienreise hat gezeigt, wie exzellent Leichtbau in Schweden interdisziplinär gedacht und vorangetrieben wird. Die Kombination aus hochentwickelter Laborinfrastruktur, praxisnaher Forschung und strategischer Nachwuchsförderung ist ein Erfolgsmodell für angewandte Leichtbautechnologie“, fasst A2LT-Projektmanager Martin Zottler zusammen.

Krakau als Bühne für Europas Leichtbau-Vordenker

Nur wenige Tage später war die A2LT bei der 5. ELN-Konferenz in Krakau vertreten. Diskutiert wurden zentrale Herausforderungen der Leichtbau-Technologien, insbesondere im Zusammenhang mit europäischen Strategien und der Energie- sowie Mobilitätswende. Expert:innen aus Politik, Forschung und Industrie tauschten sich über Fördermöglichkeiten und Zukunftsstrategien aus – etwa zur Einbindung neuer Partnerländer in das European Lightweighting Network (ELN) und zur Entwicklung innovativer, nachhaltiger Materialien und Fertigungstechnologien.

Internationale Kooperationen als Schlüssel

Die A2LT und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) schufen dabei mit einem interaktiven Format Raum für Austausch und Kooperation: Ein hybrides Pitching-Webinar zum Eureka Lightweighting Call 2025 mit insgesamt neun Beiträgen aus sechs verschiedenen Ländern.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) organisierte die A2LT zudem ein interaktives World Café, das sich u.a. dem Aufbau eines europäischen PhD-Netzwerks für Leichtbau widmete. 

„Diese Veranstaltungen zeigen, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und strategische Plattformen für den Fortschritt im Leichtbau sind“, so Zottler. „Der Austausch mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf europäischer Ebene ist essenziell, um Nachhaltigkeit durch Innovation voranzubringen.“

Österreich als aktiver Mitgestalter der Leichtbauzukunft

Durch die Schwedenreise und die Teilnahme an der ELN-Konferenz positionierte sich die A2LT einmal mehr als treibende Kraft für Innovation und internationale Kooperation im Leichtbau. 

„Die gewonnenen Impulse liefern wertvolle Anknüpfungspunkte für neue Projekte und Partnerschaften – und stärken Österreichs Rolle als aktiver Mitgestalter der europäischen Leichtbauzukunft“, resümiert Zottler.

 

Kontaktpersonen:

Martin Zottler, Projektmanager Automobil-Cluster, Business Upper Austria
Martin Zottler
Projektmanager

Effiziente & nachhaltige Prozesse, Leichtbau

martin.zottler(at)biz-up.at