Technologie für Fleisch- und Fischalternativen oder Nahrungsergänzungsmittel
Der Lebensmittel-Cluster und die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) wollen die Gefriertexturierung unter die Lupe nehmen. Die Technologie ermöglicht nicht nur die Herstellung muskelfaserähnlicher Strukturen mit hoher sensorischer Qualität, sie bietet auch Chancen, beispielsweise Molkeproteine als Trägermaterial für Mikro- und Makronährstoffe zu nutzen. Für das Forschungsprojekt werden Unternehmen gesucht, die sich beteiligen möchten.
Der Markterfolg pflanzenbasierter Fleisch- und Fischalternativen hängt maßgeblich von der Textur ab. Gängige Verfahren wie die Extrusion schränken jedoch häufig die Nährstoffqualität ein und bieten nur geringe Flexibilität. Hier setzt die Gefriertexturierung an: Durch das gerichtete Wachstum von Eiskristallen lassen sich Proteine kontrolliert in anisotrope, muskelfaserähnliche Strukturen ausrichten. So kann die Struktur unter milden Bedingungen präzise gesteuert werden und es entstehen neue Herstellungsansätze, die Nährstoffe besser verfügbar und hochwertiger machen.
Gleichzeitig lassen sich Molkeproteine als Trägermaterial für Mikro- und Makronährstoffe nutzen. Dadurch entsteht Potenzial für funktionelle Produkte in der Lebensmittel- und Supplementindustrie. Molkereien können Nebenströme wie Molke gezielt verwerten und daraus eigenständige Wertschöpfungsmodelle entwickeln.
Projekteinreichung im 2. Quartal 2026
Laufzeit: 3 Jahre
FFG Collective Research mit einer Förderquote von 65 %
Wenn Sie am Projekt teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte bis 31. März 2026 an LC-Projektmanager Dominik Gschaider.