Neuer Logistikstandort: dm investiert 230 Mio. Euro in Kronstorf
dm drogerie markt errichtet in Kronstorf (Linz-Land) ein neues Verteilzentrum und investiert dafür rund 230 Millionen Euro. Mit dem Projekt verdoppelt das Unternehmen seine Logistikkapazitäten in Österreich. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2028 geplant. Business Upper Austria hat die Entwicklung des Standorts von Beginn an begleitet.
Das Verteilzentrum ergänzt den bestehenden Standort in Enns. Hintergrund ist die steigende Nachfrage: Im vergangenen Jahr hat dm in Österreich 375 Millionen Produkte verkauft – 20 Millionen mehr als 2024. Das neue Logistikzentrum ist auf 385 Millionen Produkte jährlich ausgelegt. Täglich können 2.000 Paletten das Lager verlassen. Nach der Anlaufphase sollen mehr als 300 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) vor Ort tätig sein. Menschliche Arbeit und automatisierte Systeme greifen dabei eng ineinander. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Sommer 2027 geplant, die technische Ausstattung folgt bis Ende 2027. Im Sommer 2028 soll das Verteilzentrum vollständig in Betrieb gehen.
Außenwände sowie große Teile der Dachflächen entstehen in Holzbauweise. Das spart etwa 360 Tonnen CO2 im Vergleich zum üblichen Standard einer Paneelbauweise ein. Mehr als 4.600 Photovoltaik-Module erzeugen rund 2,3 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Für Heizen und Kühlen kommen Wärmepumpen zum Einsatz. Ein 6.000 Quadratmeter großer Grünpark schafft zusätzliche Lebensräume und fördert die Biodiversität. Insgesamt bleiben 30 Prozent des Areals unversiegelt. Auch in der Logistik achtet dm auf Effizienz: Transporte werden stärker gebündelt und besser ausgelastet. Zudem setzt dm auf längeren Strecken verstärkt auf die Bahn. Ziel ist, dass die Transportkilometer deutlich langsamer wachsen als die Warenmenge.
Business Upper Austria prüfte gemeinsam mit dem Land Oberösterreich geeignete Flächen, koordinierte mit der INKOBA Kronstorf–Hargelsberg die Standort- sowie Flächenentwicklung und unterstützte die strategische Ausrichtung des Projekts. Dabei lag ein besonderer Fokus auf nachhaltigen und ökologischen Konzepten. Die oberösterreichische Standortagentur begleitete zudem aktiv die Abstimmung zwischen allen Beteiligten und vernetzte Partner sowie Stakeholder miteinander.