„Sektorkopplung im Zentralraum bis 2040+“ als Startpunkt für die Transformation des Wirtschaftssystems
«Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.» Larry Elder
Angesichts des von der Bundesregierung ausgerufenen Ziels Österreich bis 2040 klimaneutral
zu machen, ist die Dringlichkeit, JETZT konkrete Schritte einzuleiten, sehr hoch! Der energieund stoffintensive Zentralraum OÖ steht vor einer gewaltigen Transformation – sollte diese
nicht gelingen, wird dies unweigerlich zu einem dramatischen Niedergang der Region führen.
Zusammen mit dem Energieinstitut an der JKU hat der RFT OÖ ein stark vereinfachtes
Zukunftsbild für 2040+ erstellt, das konkrete Maßnahmen nahelegt.
Die ermittelten erneuerbaren Energiemengensteigerungen mit ca. 20 TWh für den
Industriepark im Zentralraum Linz entsprechen beinahe der geplanten Steigerung der
Österreichischen Stromproduktion bis 2030!
Der RFT OÖ geht davon aus, dass nicht alle heutigen und zukünftigen energieintensiven
Produktionsschritte in OÖ ökonomisch darstellbar sein werden.
Es sind Szenarien für Oberösterreich zu erarbeiten, die darstellen, wie diese gewaltigen
Mengen an erneuerbarer Energie in Oberösterreich produziert, gespeichert bzw. nach
Oberösterreich gebracht werden könnten und zu welchen Kosten dies erfolgen könnte.
Aus diesen Szenarien sind entsprechende Strategien und Handlungsempfehlungen
abzuleiten. Auch für Knowhow-Aufbau, Forschungsschwerpunkte und welche Kooperationen
zu initiieren sind.
Der RFT OÖ empfiehlt daher hierzu eine Expertengruppe einzusetzen.
Trotz möglicherweise erforderlichen Auslagerungen von energieintensiven Prozess-Schritten
muss es das Ziel sein, den Gesamtprozess (Forschung, Entwicklung und Produktion) auch
weiterhin in Oberösterreich zu halten und damit einen möglichst großen Teil der
Wertschöpfung.
Ergänzung des Strategischen Programmes #upperVISION2030 um konkrete Ziele im
Energieversorgungsbereich.
Im Sinne einer Responsible Research und Innovation sind die Auswirkungen auf die
Gesellschaft zu berücksichtigen und zu kommunizieren, um die Akzeptanz für erforderliche
Maßnahmen zu erhöhen.
Es wird dargestellt, wie die Energietransition der 4 Sektoren Stahl, Chemie, Zement und
Zellstoff im Zentralraum OÖ auf eine vollständig erneuerbare Versorgung bis 2040+ aussehen
könnte, welcher zukünftige Ressourcenbedarf damit verbunden ist und welche
Kopplungsmöglichkeiten sich ergeben.
Zugrunde gelegt ist eine gleichbleibende Wirtschaftsleistung in Verbindung mit den heute
bereits absehbaren zukünftigen Technologien (zB Elektrolyse, Elektrolichtbogenofen,
Methanisierung, etc.).
Allein für diese 4 Sektoren im Zentralraum OÖ erhöht sich der Stromverbrauch um den Faktor
4 (vorausgesetzt: erneuerbarer Wasserstoff in der Größenordnung von 10.500 GWh steht zur
Verfügung) bzw. um den Faktor 14, wenn der Wasserstoff vor Ort aus Strom erzeugt wird!
Faktor 14 entspräche 22 mal dem Donaukraftwerk Abwinden-Asten oder 125 Km² PV!
Damit verbunden sind auch bedeutende Herausforderung in der Infrastruktur: zusätzliche
Speicher und Netze (für Strom, Wärme, H2, CO2).
• Heutige Situation
• Zukunftsbild 2030
• Zukunftsbild 2040+