28.04.2026

Sicherheitssektor: ASCII‑Analyse zeigt Chancen für Unternehmen in Oberösterreich

Die sicherheitspolitischen Veränderungen in der EU eröffnen neue Marktchancen für heimische Betriebe. Bis 2030 investiert die Europäische Union rund 800 Milliarden Euro in Verteidigung und Sicherheit. Eine aktuelle Analyse des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) zeigt, wie Unternehmen in Oberösterreich von diesen Investitionen profitieren können. Das ASCII hat die Studie im Auftrag des Landes Oberösterreich erstellt. Untersucht wurden Nachfrageentwicklungen, industrielle Engpässe sowie technologische Kompetenzen entlang europäischer Wertschöpfungsketten.

Achleitner, Stelzer, Stabhofer
© Land OÖ/Mayrhofer

„Das neue europäische Sicherheitsumfeld verändert die Spielregeln. Mit steigenden Ausgaben im Sicherheitsbereich in Europa entsteht ein langfristiger Investitionsrahmen, von dem heimische Zulieferer profitieren können“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Oberösterreich verfügt über Know-how in der industriellen Fertigung, in Mobilitätslösungen, Elektronik und in der Skalierung von Produktion. Das ist ein klarer Standortvorteil“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

Kernaussagen der ASCII-Analyse:

  • Aufbau und Stärkung der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitskapazitäten verlagern die Nachfrage. Gefragt sind Produktionskapazitäten, resiliente Strukturen und Kompetenz entlang der Lieferkette.
  • Oberösterreich zählt zu den stärksten Industriestandorten Österreichs für Wertschöpfungsketten in den Bereichen Sicherheit und Dual-Use. Der Standort verbindet moderne Fertigung mit Kompetenzen in der Automobil- und Fahrzeugtechnik, in der Luft- und Raumfahrt, in der Elektronik sowie in der industriellen Skalierung.
  • Die Rolle Oberösterreichs sollte weniger in der Herstellung kompletter Endsysteme liegen. Der Standort kann vielmehr als industrielles Rückgrat für Komponenten, Subsysteme, Integration, Prüfung und skalierbare Fertigung wirken.
  • Der aktuelle Nachfrageanstieg im Sicherheitssektor ist kein kurzfristiger Effekt. Politische und industrielle Signale deuten auf ein strukturell höheres Nachfrageniveau bis 2030 und darüber hinaus hin.
  • Investitionen in Mobilität, Energie, Digitalisierung, Resilienz und fortschrittliche Fertigung stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie über den Sicherheitssektor hinaus.

Lesen Sie mehr dazu in der Presseunterlage zur Pressekonferenz vom 27. April 2026.

Veranstaltungsreihe „Roadmap2Security“

Um oberösterreichische Betriebe beim Einstieg in den Sicherheitssektor zu unterstützen, startet im Rahmen der Sicherheits‑Allianz OÖ das Programm „Roadmap2Security“. Die Auftaktveranstaltung findet am 22. Mai im Haus der Wirtschaft der WKOÖ in Linz statt. Organisiert wird die Reihe von Business Upper Austria und der Wirtschaftskammer OÖ.

Mehr Informationen und Anmeldung

 

Kontaktpersonen:

Elmar Paireder, Cluster-Manager Mechatronik-Cluster, Business Upper Austria
Elmar Paireder
Cluster-Manager

Intelligent Production

elmar.paireder(at)biz-up.at
Robert Kerzendorfer, Projektmanager Automobil-Cluster, Business Upper Austria
Robert Kerzendorfer
Projektmanager

Internationalisierung, Future Mobility Region

robert.kerzendorfer(at)biz-up.at