27.11.2017

„Technikinitiativen in Oberösterreich“ anlässlich der Evaluierung

« Die Evaluierung der vom Land OÖ geförderten Technikinitiativen durch Joanneum Research hat erhebliche Verbesserungspotentiale aufgezeigt. Da die Techniksozialisation eine der wichtigsten Maßnahmen zur Linderung des Fachkräftemangels in Wirtschaft, Industrie und Forschung darstellt, ist es für die Landesregierung essenziell, sich dieses Themas mit Nachdruck anzunehmen. »

PRÄAMBEL 

In OÖ gibt es flächendeckend eine Vielzahl von Technikinitiativen. Auf Anregung des RFT OÖ 
wurde eine Evaluierung dieser Technikinitiativen durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen
dieser Evaluierung durch Joanneum Research schlägt der RFT OÖ Empfehlungen hinsichtlich 
der zukünftigen Strategischer Ausrichtung und Umsetzung von Technikinitiativen vor. 

KERNAUSSAGEN ZUR EVALUIERUNG DER TECHNIKINITIATIVEN 

Die idealtypische Techniksozialisation beginnt bereits im Kindergarten- und Volksschulalter, 
vertieft sich bis zur Sekundarstufe I und mündet in der Sekundarstufe I-II. Dem entgegen steht 
die aktuelle Situation in Oberösterreich, wo das Interesse-Wecken als Querschnittsthema 
erscheint, die weiteren Stufen hingegen nur unzureichend abgedeckt werden. 

Es wurden von Joanneum Research 77 Technikinitiativen mittels Selbstevaluierung analysiert, 
die weitestgehend über ganz Oberösterreich verteilt sind, mehr als die Hälfte davon dauert 
maximal 5 Stunden. Monitoring und Wirkungsmessung durch die Initiativen selbst finden kaum 
statt, eine Vernetzung sowie Nachhaltigkeit der Initiativen ist derzeit nicht zu erkennen. 

Umso wichtiger ist es, sich des Themas anzunehmen und die einzelnen Initiativen zu 
koordinieren und Prioritäten zu setzen. Derzeit werden viele Einzelaktivitäten vom Land OÖ 
unterstützt, Verbesserungspotential in Hinblick auf Wirkung der Technikinitiativen auf Kinder 
und Jugendliche ist vorhanden.

EMPFEHLUNGEN FÜR MASSNAHMEN

Der RFT OÖ regt an, die Techniksozialisation von Kindern und Jugendlichen in OÖ von Grund 
auf neu zu strukturieren. 

Der RFT OÖ empfiehlt 

  • Erstellung eines durchgängigen Konzepts.
    Eine Recherche von Best Practice Regionen soll Möglichkeiten für OÖ aufzeigen.
  • Nominierung einer Person im Bereich des Bildungsressorts des Landes OÖ, die für die 
    Koordination verantwortlich ist.
  • Die Koordination soll über die Budgethoheit in Abstimmung mit dem zuständigen 
    Landesrat / der Landesrätin verfügen. Eine Abstimmung mit dem RFT OÖ soll 
    regelmäßig erfolgen.
  • Klare messbare Zieldefinition für die Techniksozialisation und daraus abgeleitete 
    messbare Ziele jeder Initiative mit Fokus:
    • alle Kinder und Jugendliche in OÖ zu erreichen
    • Flächendeckung für ganz OÖ zu generieren
    • Vernetzung der Aktivitäten zu forcieren
  • Durchführung einer regelmäßigen Evaluierung, die sowohl eine KostenWirkungsmessung beinhaltet, als auch eine Qualitätsüberprüfung aller Initiativen und 
    Überprüfung der Zielerreichung.
  • Orientierungshilfen für und Einbindung von Eltern, LehrerInnen, 
    KindergartenpädagogInnen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen 
    geschaffen werden.

Die Verbesserung der Techniksozialisation in OÖ ist aus Sicht des RFT OÖ als Prozess zu 
verstehen. Wichtig ist, dringend für klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen 
zu sorgen.