11.05.2021

„TU Oberösterreich“ anlässlich der Installierung der Konzeptgruppe

«Digitalisierung – das Gold für Oberösterreich»

PRÄAMBEL 

Die Vorbereitungsgruppe hat inzwischen ihre Arbeit beendet und die Gestaltung der TU OÖ 
soll nun durch eine Konzeptgruppe erfolgen. 
Hinsichtlich Namensgebung, Zeitdruck, Umfeld und einer möglichen Schwerpunktsetzung der 
TU für den Forschungs-, Technologie- und Wirtschaftsstandort (Ober)Österreich gibt der Rat 
folgende Empfehlungen ab.

NAMENSGEBUNG FÜR DIE TECHNISCHE UNIVERSITÄT

Der Rat empfiehlt die TU OÖ auf die „nächsten Jahrhunderte“ auszulegen – ganz in der 
Tradition von klassischen Universitäten. Es sollten daher keine „modischen Begriffe“ bei der 
Namensgebung verwendet werden. Die Namensgebung der Studiengänge und Schwerpunkte 
muss natürlich aktuelle Themen aufgreifen.

START ZUM WINTERSEMESTER 2023

Das Thema der Digitalisierung ist durch die hohe Dynamik der Weiterentwicklung von sehr 
großer Dringlichkeit für Österreich! Der angestrebte Starttermin ist daher unbedingt 
einzuhalten! 

INTERNATIONALITÄT DER TU UND DES UMFELDES

Die angestrebte Internationalität der neuen TU OÖ ist aus Sicht des RFT OÖ ein sehr wichtiges 
Ziel. Aber auch das Umfeld (Verwaltung, Schulen, Unternehmen) muss vorbereitet werden. Es 
bedarf einer großen Anstrengung der Stakeholder in OÖ, um die zukünftigen internationalen 
Spitzenkräfte in OÖ halten zu können.

ATTRAKTIVER ERSTER SCHWERPUNKT

Die bestehenden Technische Universitäten im DACH-Raum befinden sich in einem
„Angebotsmarkt“ (im Gegensatz zu zB Medizinuniversitäten). Der Wettbewerb um die besten
Studierenden und Professor*innen wird für die neue TU OÖ die wohl größte Herausforderung!

Ohne die Erschließung neuer Studierendengruppen wird es nicht gelingen, den Ansprüchen
nach Exzellenz und ausreichender (kritischer) Größe gerecht zu werden. Neben den
klassischen Studierenden können mit innovativen Lehrformen auch Schüler*innen und
Berufstätige angesprochen werden.
Es bedarf daher eines ersten Schwerpunktes, der „Leuchtturm-Qualität“ hat; der
gewissermaßen neue Zielgruppen „anstrahlt“.

Ebenso wichtig wie die Strahlkraft nach außen ist die Strahlkraft nach innen! Der erste
Schwerpunkt muss auch für die bestehende heimische Forschungslandschaft und die
ansässige Wirtschaft und Industrie so relevant sein, dass eine intensive Zusammenarbeit mit
der TU OÖ angestrebt werden wird.

Getreu dem Motto des RFT OÖ „Stärken stärken und Neues wagen“ gilt es einen Schwerpunkt
zu wählen, der für das gesamte Ökosystem in OÖ – Forschung, Lehre und Unternehmen –
gleichsam relevant ist. 

Die Transformation der (produzierenden) Wirtschaft und Industrie in Österreich wird nur durch
massiven Einsatz digitaler Lösungen möglich sein! Die für OÖ so wichtigen
Produktionsprozesse, aber auch Geschäfts- und Verwaltungsprozesse müssen digital
abgebildet - zB in Form von digitalen Zwillingen - und unter Anwendung von - zB KI - laufend
weiterentwickelt werden. Die fortschreitende Vernetzung der Unternehmen im Bereich der
Informations-, der Stoff- und Energieströme wird auch eine Vernetzung der digitalen Zwillinge
erforderlich machen. Nur so können Energie- und Stoffeinsatz laufend optimiert und neue
Geschäftsmodelle unternehmerisch erfolgreich implementiert werden.

Die TU OÖ könnte mit ihren Absolvent*innen und Forscher*innen hier wesentlich zur
Transformation beitragen.

Die geeignete Kommunikation dieses möglichen Schwerpunktes muss zielgruppengerecht erfolgen.