27.11.2025

#upperREGION Award 2025: Neue Ideen beleben Leerstände

Bereits zum 5. Mal hat der #upperREGION Award die besten Konzepte für eine nachhaltige Standortentwicklung in Oberösterreich vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet. Aus 61 eingereichten Projekten kürte eine Fachjury drei Sieger und zwei Anerkennungspreisträge. Beim Brachentag „Land in Sicht – Brachflächen in OÖ nutzen“ im Alten Theater in Steyr verlieh Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner die Preise.

Sieger Kategorie Gewerbe und Tourismus – „Gluatnest“ in Freistadt, v. l.: Landesrat Markus Achleitner, Hans-Jörg Preining (Leiter Nachhaltigkeit & Wertpapiere, HYPO Oberösterreich), Thomas Hofer (Innovametall GmbH), Gunar Wilhelm (mia2 Architektur ZT GmbH), Stefan Heinisch (Geschäftsführer Regionalmanagement OÖ), Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) © Cityfoto
Sieger Kategorie Gewerbe und Tourismus – „Gluatnest“ in Freistadt, v. l.: Landesrat Markus Achleitner, Hans-Jörg Preining (Leiter Nachhaltigkeit & Wertpapiere, HYPO Oberösterreich), Thomas Hofer (Innovametall GmbH), Gunar Wilhelm (mia2 Architektur ZT GmbH), Stefan Heinisch (Geschäftsführer Regionalmanagement OÖ), Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) © Cityfoto

„Mit dem #upperREGION Award zeichnen wir zukunftsweisende Projekte zur Revitalisierung von Leerständen und innovative Konzepte für die Ortskernbelebung aus. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zu unserer nachhaltigen Raumordnungspolitik nach dem Grundsatz ‚Boden schützen und Zukunft ermöglichen‘“, unterstrich Landesrat Achleitner.

Seit 2021 küren das Land Oberösterreich, die oö. Standortagentur Business Upper Austria und das Regionalmanagement OÖ mit Unterstützung der HYPO Oberösterreich und Peneder Industriebau die besten Projekte zur Revitalisierung von Leerständen und Brachen sowie innovative Konzepte für die Ortskernbelebung.

„Die drei Siegerprojekte sind Leuchttürme und Vorzeigeprojekte für nachhaltige Standortentwicklung zum Schutz unserer Ressource Boden. Sie vereinen den Erhalt historischer und architektonisch wertvoller Gebäude mit dem verantwortungsvollen Umgang unserer Bodenressourcen. Damit sind sie Musterbeispiele dafür, wie mit kreativen Ideen Leerstände wiederbelebt werden können. Diese Projekte sind eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Neben der Wirtschaft in der Region profitieren auch die Gemeinden und ihre Bewohnerinnen und Bewohner “, betonte Landesrat Achleitner.

Vorzeigeprojekte als Mutmacher

Werner Pamminger, Geschäftsführer der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria, betonte die Vorbildwirkung des Preises: „Als Oberösterreichs Standortagentur treiben wir die Nachnutzung von Brachen im Land voran. Dazu gehört neben dem Sichtbarmachen von Leerständen auch das Vernetzen mit Expertinnen und Experten. Weiters unterstützen wir Unternehmen und Gemeinden dabei, Ideen für die Revitalisierung zu finden und innovative Konzepte zu entwickeln. Der #upperREGION Award dient dafür als wichtige Inspirationsquelle.“

Stefan Heinisch, Geschäftsführer der Regionalmanagement OÖ GmbH, erklärte: „Die kreative Nach- oder Neunutzung leerstehender Gebäude ist ein zentraler Impulsgeber für lebendige Ortskerne und eine zukunftsfähige Baukultur. Der #upperREGION Award macht sichtbar, wie innovative Projekte neue Perspektiven für die Entwicklung unserer Regionen eröffnen – und dabei weit über das einzelne Gebäude hinauswirken. Jede Auszeichnung ist ein Zeichen dafür, wie viel Potenzial in mutigen Ideen steckt.“

Zukunftsorientierte Standortentwicklung 

Klaus Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der HYPO Oberösterreich, stellt zum #upperREGION Award fest: „Als Bank des Landes Oberösterreich liegt uns die nachhaltige Entwicklung unserer Heimat am Herzen. Kreative Lösungen für leerstehende Gebäude stärken nicht nur die Region, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit. Wir sehen es als unsere Verantwortung, Initiativen zu unterstützen, die wirtschaftliche Vernunft mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Die ausgezeichneten Projekte der letzten Jahre unterstreichen diesen Anspruch.“

Robert Punzenberger, Geschäftsführer der Peneder Bau-Elemente GmbH, Geschäftsbereich Industriebau, hebt dazu hervor: „Wir unterstützen auch heuer wieder den #upperREGION Award, weil er eine wertvolle Initiative zur Förderung der nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung unserer Region ist. Auch wir bei Peneder setzen darauf, bestehende Gebäude und Flächen sinnvoll weiterzuentwickeln. Als Industriebau-Spezialist revitalisieren wir Standorte und steigern deren Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit durch gezielte Sanierungen, Nachverdichtungen und Umbauten.“

Die Siegerprojekte des #upperREGION Award 2025:

Kategorie Gewerbe und Tourismus: „Gluatnest“ in Freistadt 

Die PIKATHU GmbH und deren Tochterunternehmen INNOVAMETALL haben das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule direkt an der S10 im Gewerbegebiet INKOBA Freistadt-Süd nachhaltig generalsaniert – mit klimaneutralem Energiekonzept und als „Showcase“ für alternative Mobilität sowie zukunftsorientierten Industrie- und Wohnbau. Das „Gluatnest“ bietet Büroflächen, es beinhaltet einen Co-Working-Space, eine Kinderbetreuungseinrichtung und soll zur Event-Location werden. Erste Mieter sind schon eingezogen, kurzfristig hat das „Gluatnest“ 60 Arbeitsplätze geschaffen.

Kategorie Öffentliche Räume: Klosterhof Baumgartenberg, Bezirk Perg 

Der Perger Bestatter Ferdinand Knoll hat das Traditionsgasthaus zu einem Raum für Trauerfeiern umgebaut – unabhängig von Religionsbekenntnis oder Anzahl der trauernden Menschen. Das Gebäude ist mitten im Ortszentrum auch öffentlich gut erreichbar und barrierefrei. Die Kücheninfrastruktur kann für Catering genutzt werden. Zum Waldfriedhof Friedwald Klam ist ein Shuttledienst möglich. Das Rote Kreuz Perg organisiert regelmäßige „Lebenscafés für Trauernde“. Künftig sind auch Veranstaltungen, Vorträge und Seminare zu Tod und Abschied geplant.

Kategorie Wohnen und Quartiersentwicklung: Internat Grafenspital Schwertberg, Bezirk Perg 

Das historische, mehrere hundert Jahre alte Gebäude stand seit 2015 leer. Die Keller waren feucht, das Dach undicht, mehrere Gebäudetrakte baufällig. Die Soziale Initiative sanierte gemeinsam mit der Gemeinde Schwertberg das Haus und transformierte es in ein modernes Internat für Schülerinnen und Schülern aus schwierigen Familienverhältnissen. Die Gemeinde errichtete eine neue Zufahrtstraße und zusätzliche Parkplätze und erneuerte die Wasserleitung. So konnte das historische Gebäude erhalten und zu einem Leuchtturm-Projekt umgebaut werden.

Anerkennungspreis für innovative Umsetzung zur Belebung von Ortskernen und Stadtzentren:

Steyrdorfladen, Steyr 

Mehr als zehn Jahre lang gab es in Steyrdorf in der Steyrer Altstadt keinen Nahversorger. Im Juni 2023 eröffneten Bewohnerinnen und Bewohner einen genossenschaftlich organisierten Dorfladen in einem denkmalgeschützten Leerstand. Mehr als 60 Freiwillige schufen in 4.500 ehrenamtliche Stunden einen Ort für Nahversorgung, der den Stadtteil nachhaltig belebt und die historische Bausubstanz respektvoll integriert.

Anerkennungspreis für besondere architektonische Umsetzung: 

Markthaus, Neuhofen an der Krems, Bezirk Linz-Land 

Die Bauherren haben ein leerstehendes, ehemaliges Gasthaus aus dem 15. Jahrhundert zu neuem Leben erweckt. Sie setzten auf Erhalt statt Abriss, stellten historische Grundrisse wieder her und legten originale Gewölbe sowie Bögen frei. Moderne Elemente fügen sich harmonisch in den Bestand ein. Heute bietet das Gebäude Platz für private Wohnräume, ein Architekturbüro und kulturelle Veranstaltungen.

Details zu den Projekten und zur Preisverleihung:
www.biz-up.at/upperregionaward 

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Kontaktpersonen:

Alexandra Prückl, Projektmanagerin Investoren- und Standortmanagement, Business Upper Austria
Alexandra Prückl
Projektmanagerin

Investoren- & Standortmanagement

alexandra.prueckl(at)biz-up.at