Raum gestalten – Zukunft bauen
Raum gestalten – Zukunft bauen
Datenquelle: Land Oberösterreich - data.ooe.gv.at

Lehrgang für Ortsentwicklung, Leerstandsmanagement und Baukultur in Oberösterreich

Eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung zur Gemeinde- und Ortsentwicklung

Der Lehrgang „Raum gestalten – Zukunft bauen" vermittelt Wissen zu relevanten Themen und Aufgabenfeldern der nachhaltigen Gemeinde- und Ortsentwicklung, Baukultur sowie Ortsbildpflege.
Die Teilnehmer:innen erhalten das notwendige Wissen, um aktiv zur Attraktivierung ihrer Gemeinden beizutragen und langfristige, nachhaltige Entscheidungen auf kommunaler Ebene zu treffen.
Nehmen Sie an diesem Lehrgang teil, um Ihr Wissen zu erweitern und einen Beitrag zur Förderung der Baukultur und zur Bewältigung der Herausforderungen in unseren Dörfern und Städten zu leisten.

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Ziele des Lehrgangs

  • Bewusstsein für die Kompetenz der örtlichen Raumplanung und die damit verbundene Ortsgestaltung auf Gemeindeebene zu schaffen.
  • Einen Überblick über Instrumente der baukulturellen Qualitätssicherung und deren Möglichkeiten auf Gemeindeebene zu geben.
  • Eine aktive Gestaltung der Dörfer zu stimulieren - zur Attraktivierung der Lebensräume und Steigerung der Lebensqualität.
  • Durch die Bewusstseinsbildung vorausschauende Entscheidungen auf Gemeindeebene zu ermöglichen, um langfristig Baukultur und die Entwicklung der Gemeinden zu fördern.

Die Inhalte orientieren sich an den verschiedenen Rollen und Aufgabengebieten, die eine Gemeinde im Kontext der Baukultur einnimmt:

  • als Entwicklerin von Visionen, die durch verschiedene Instrumentarien die Basis für eine nachhaltige Entwicklung legt.
    Stichworte: partizipative Prozesse, Zukunftswerkstätten, überregionale Kooperationen, örtliches Entwicklungskonzept, etc.
  • als Verwalterin, die ein Auge auf Ressourcen und Bestände hat und für Effizienz sorgt.
    Stichwort: Klimaschutz, Bauland-, bzw. Grünraum-Strategien, Mobilität, Leerstandsmanagement, etc.
  • als Behörde, die für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien zuständig ist.
    Stichwort: Bewilligungsverfahren, Ortsbildschutz, Orts- und Gestaltungsbeirat, etc.
  • als Bauherrin, die selbst Gebäude errichtet und betreibt.
    Stichwort: Qualitätssicherung in der Projektentwicklung, nachhaltige Gebäudeentwicklung, etc.

 

Facts zum Programm

Organisationsform:Präsenzseminare und Exkursion
Umfang:6 eintägige Module + eine zweitägige Exkursion (Modul 5)
Buchungspakete:Paket 1: Module 1-7 (Gesamtkurs)
Paket 2: Modul 1 + 2-5
Paket 3: Modul 1 + 4-7
Durchführungszeitraum:April bis Dezember 2026
Termine:Modul 1: 16. April 2026
Modul 2: 21. Mai 2026
Modul 3: 11. Juni 2026
Modul 4: 17. September 2026
Modul 5: 8. + 9. Oktober 2026
Modul 6: 5. November 2026
Modul 7: 3. Dezember 2026
Kosten pro Modul:EUR 85,00 exkl. 20% MwSt., inkl. Mittagessen
Kosten Exkursion:EUR 455,00 exkl. 20% MwSt., inkl. Busanreise, Verpflegung und Übernachtung

Das Einführungsmodul bietet einen Einstieg in zentrale Themen und Aufgabenfelder der Baukultur. Was können Gemeinden trotz der aktuell angespannten Lage tun, um für qualitätsvolle Lebensräume zu sorgen? Vorgestellt und diskutiert werden die „Baukulturellen Leitlinien” des Bundes und ihre Anwendung in Oberösterreich sowie Strategien für zukunftsfähige Orte. Best-Practice-Beispiele aus anderen Bundesländern präsentieren erfolgreiche Konzepte und bieten die Gelegenheit, sich mit den Projektverantwortlichen auszutauschen.

Referent:innen

Clemens Quirin | Leiter des afo architekturforum oberösterreich
Johannes Meinhart | Projektmanager im Referat Regionale Zukunftsgestaltung der agenda.zukunft
Thomas Rockenschaub | Raumplaner, Leiter der Abteilung Raumordnung des Landes OÖ
Oskar Januschke | City- & Regionalmanager, ehem. Abteilungsleiter Standortentwicklung, Wirtschaft und Marketing der Stadt Lienz
Robert Temel | Architektur- und Stadtforscher, Sprecher der Plattform Baukulturpolitik
Lukas Fürst | Geschäftsführer Fürst Möbel, Initiator und Gestalter des Zukunftsquartiers „Unsere Tischlerei" in Melk
Catherine Sark | Referentin für Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS)
Thomas Proksch | Landschaftsarchitekt, Leiter des Landschaftsarchitekturbüros Land in Sicht
 

Wesentliche Entscheidungen zur Gestaltung unserer Umwelt und der damit verbundenen Lebensraumqualität werden auf der kommunalen Ebene getroffen. Die Praxis zeigt jedoch, dass regionale Kooperation häufig das Rückgrat erfolgreicher Entwicklungsprozesse bildet. In diesem Modul werden die Ziele und Handlungsspielräume einer vorausschauenden Entwicklungsplanung thematisiert. Dabei werden die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung ebenso berücksichtigt wie der Schutz der natürlichen Umwelt als Lebensgrundlage des Menschen. Zentral sind dabei Methoden der interkommunalen Kooperation, die den Entwicklungsfokus auf eine Stärkung der Ortskerne richten und einen gemeinsamen Mehrwert schaffen.

Referent:innen

Peter Görgl | Experte für Raumentwicklung und Raumanalysen bei Modul5
Stefan Heinisch | Geschäftsführer des Regionalmanagement Oberösterreich RMOÖ
Beatrix Swoboda | Geschäftsführerin des Regionalverein Mühlviertler Kernland
Alexandra Prückl | Projektmanagerin bei Business Upper Austria, der Standortagentur des Landes OÖ
Christa Kreindl | Geschäftsführerin der Wirtschaftsregion Freistadt-Mühlviertel GmbH und der INKOBA Region Freistadt
Max Mandl | Raumplaner und Geschäftsführer Raumkonzeption ZT-GmbH für Raumplanung, Städtebau und Architektur 
 

Das dritte Modul beleuchtet die notwendige Balance zwischen Siedlungsfläche und Freiräumen und wie die Gestaltung von Plätzen, Grünräume und anderen Freiraumtypen elementaren Einfluss auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die soziale Interaktion nimmt. Das Modul zeigt auf, wie Gemeinden aktiv auf die Herausforderungen Zersiedelung, Flächenversiegelung und Klimawandel reagieren können und wie alternative Mobilitätsformen zur Stärkung der Standortentwicklung sowie wirtschaftlicher Kreisläufe und Wertschöpfungsketten innerhalb der Gemeinden beitragen können.

Referent:innen

Nicole Kirchberger | Leiterin der Abteilung  Regionale und urbane Transformation und Klimawandelanpassung des österreichischen Klima- und Energiefonds
David Wagner | KEM-Manager der Klima- und Energie-Modellregion Mostlandl Hausruck
Oskar Mair am Tinkhof | Projektmanager Siedlungen und Quartiere am SIR - Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen GmbH
Andrea Weninger | Geschäftsführerin Rosinak & Partner, Ingenieurkonsulentin für Raumplanung und Raumordnung
Gerlinde Larndorfer-Armbruster | Projektleiterin Bodenbündnis OÖ
Anna Detzlhofer | Landschaftsarchitektin, Gründerin von DnD Landschaftsplanung ZT KG und Vize-Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Landschaftsarchitektur (ÖGLA)

Eine erfolgreiche Ortskernstärkung verfolgt ganzheitliche Ansprüche und erfordert das Zusammenspiel vieler Faktoren. Vorgestellt werden verschiedene Prozesse der Ortskernbelebung und Leerstandsaktivierung sowie Nachverdichtungsstrategien und alternative Nutzungsformen. Wir diskutieren, welchen Beitrag Gestaltungsbeiräte und die Expertise des Denkmalamts zu einer qualitätsvollen Ortsentwicklung leisten können. 
Darüber hinaus werden Möglichkeiten und Methoden vorgestellt, wie Bewohner:innen in Entscheidungsprozesse einbezogen und Planungsprozesse transparent gestaltet werden können, um Akzeptanz und aktive Mitgestaltung des Dorflebens zu fördern.

Referent:innen

Barbara Steinbrunner | Raumplanerin im Bereich Bodenpolitik und Bodenmanagement an der TU Wien
Thomas Ferk | Dorf- und Stadtentwicklung beim Amt der Oö. Landesregierung, Vorsitzender des Ortsbildbeirates
Daniel Resch | Leiter Landeskonservatorat für Oberösterreich, Bundesdenkmalamt
Daniela Limberger | Geschäftsführerin der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding
Markus Pendlmayr | Architekt und Partner bei einzueins architektur Wien, Experte für partizipative Prozesse
Werner Nussmüller| Architekt und Geschäftsführer Nussmüller Architekten ZT GmbH
 

Bei der zweitägigen Fachexkursion stehen die Besichtigungen vorbildlicher Bau- und Planungsprojekte außerhalb Oberösterreichs auf dem Programm. Wir besuchen Beispiele für vorbildliche Bestandsadaptierung, gelungene kommunale Bauprojekte und das Zusammenwirken der öffentlichen Verwaltung mit den vielen weiteren Akteur:innen und Elementen der Baukultur: das sind private/gewerbliche/gemeinnützige Bauwerber:innen ebenso, wie allgemein die Bevölkerung und das kulturelle wie wirtschaftliche Leben einer Gemeinde. Es gibt ausreichend Raum für den Austausch mit den Projektverantwortlichen.
Der genaue Zeitpunkt und das Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Der Fokus dieses Moduls liegt auf der zentralen Aufgabe der Gemeinde, als Bauverwaltung eine Balance zwischen der freien Entfaltung des Einzelnen und öffentlichen, gemeinschaftlichen Interessen zu finden.
Es wird erörtert, welche Rahmenbedingungen und Anreize für private und gewerbliche Bauwerber:innen geschaffen werden können, damit ihre Bauvorhaben einen aktiven Beitrag zur Identitätsbildung des Ortes sowie zur Qualität von Ortsbild und öffentlichem Raum leisten.

Referent:innen

Susanne Holler-Mündl | Teamleiterin Architektur bei BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Marcus Girardi | Raumplaner, Ziviltechniker, Ingenieurkonsulent für Raumplanung bei raum 2
Tobias Hagleitner | Freischaffender Autor, Szeograph und Vermittler in den Bereichen Baukunst, Gestaltung und Architekturkommunikation
Katharina Forster| Architektin und Partnerin bei Nonconform
Wolfgang Ritsch | selbstständiger Architekt, Vorstandsmitglied der ZV – Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs, Prozessbegleiter Stadtentwicklung Hohenems

Bei der Planung und Realisierung öffentlicher Bauprojekte müssen Gemeinden nicht nur dafür sorgen, dass das beste und wirtschaftlichste Projekt zur Ausführung gelangt. Mit ihren Bauten setzen sie auch Maßstäbe für die Architektur und Baukultur in ihrer Region. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die strukturierte Projekt- und Prozessvorbereitung in der sogenannten Phase Null.
In diesem Modul werden die erforderlichen Anforderungen und Schritte von der Klärung der Bauaufgabe über die kommunale Entscheidungsfindung, die Finanzierung und die Budget- sowie Zeitplanung bis hin zu qualitätsorientierten Planungs- und Vergabeverfahren vorgestellt und erläutert.

Referent:innen

Dominik Philipp | Architekt und CEO Partner bei Dietrich Untertrifaller Architekten GmbH
Martin Schiefer | Vergaberechtsexperte und Partner, Schiefer Rechtsanwälte
Evelyn Rudnicki | Architektin und Partnerin bei pool Architektur ZT GmbH sowie Sektionsvorsitzende der ArchitektInnen der Kammer der Ziviltechniker:innen Wien, NÖ und BGLD
Elke Handstanger | Referentin der Abteilung Umwelt-, Bau- und Anlagentechnik, Amt der Oö. Landesregierung
Andrea Vetter | Referentin für Baukultur und Leerstandsaktivitierung beim Amt der oö Landesregierung
Veronika Müller | Assistenzprofessorin, Schwerpunkt Baukultur & baukulturelles Erbe, Institut für Architekturgeschichte und Architekturtheorie an der Katholischen Privatuniversität Linz
 

Anmeldung

Zielgruppe:Personen, die Verantwortung in Städten und Gemeinden übernehmen sowie beratend und unterstützend tätig sind: Bürgermeister:innen, Gemeindevertreter:innen, Verwaltungsmitarbeiter:innen, Planer:innen, Leerstandsmanager:innen, Regionalmanager:innen, Energieberater:innen etc.
Anmeldung über:Paket 1: Module 1-7 (Gesamtkurs)
Paket 2: Modul 1 + 2-5
Paket 3: Modul 1 + 4-7
Anmeldefrist:24. März 2026
Seminarplätze:15 - 25
Alexandra Prückl, Projektmanagerin Investoren- und Standortmanagement, Business Upper Austria
Alexandra Prückl
Projektmanagerin

Investoren- & Standortmanagement

alexandra.prueckl(at)biz-up.at

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