Business Upper Austria diskutiert die Zukunft Oberösterreichs in HORIZON 2020

Auf dem Bild sind folgende Personen abgebildet: v.li.n.re.: DI Günter Rübig, DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Henrietta Egerth, LR Dr. Michael Strugl
Viele Betriebe schöpfen ihr innovatives Potenzial nicht aus. Die OÖ Wirtschaftsagentur Business Upper Austria unterstützt Unternehmen bei Innovationsförderungen. v.li.n.re.: DI Günter Rübig, DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Henrietta Egerth, LR Dr. Michael Strugl (Bild: Business Upper Austria)

06.10.2015

Unter der Devise „Innovationen gestalten Zukunft“ blickten bei der Kick-Off-Veranstaltung am 6. Oktober im Linzer Wissensturm mehr als 100 Vertreter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf die neu ausgeschriebenen Themen der Jahre 2016 und 2017 des europäischen Förderprogramms HORIZON 2020.

 

Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl: „Das Programm Horizon2020 ist das weltweit größte Forschungsprogramm, die strategische Nutzung ist ein wesentlicher Bestandteil in unserem Wirtschaft- und Forschungsprogramm „Innovatives OÖ 2020. Viele Unternehmen haben großes Potenzial, das sie nicht ausschöpfen. Hier gibt es noch Luft nach oben.“

Zwischen 2014 und 2020 stellt die europäische Kommission im Rahmen von „HORIZON 2020“ annähernd 80 Mrd. Euro an Fördergeldern für Forschung und Innovation zur Verfügung. Es ist somit das weltweit größte transnationale Förderprogramm. Ein Status Quo-Bericht über das EU-Programm und die bisherigen Erfolge oberösterreichischer bzw. österreichischer Unternehmen führten in die Veranstaltung. Highlight war der Vortrag von Dr. Sven Schade, Policy Officer der Europäischen Kommission. Seine provokante Frage: „Ist Europas Innovationsförderung am richtigen Weg?“  

"Unsere europäischen Projekte und Netzwerke bringen der LINZ AG zahlreiche Vorteile für zukünftige Entwicklungen. Bei der Veranstaltung konnte ich wertvolle Informationen über die ausgeschriebenen Förderthemen der nächsten 2 Jahre erfahren, mein regionales Netzwerk erweitern und den interessanten Ausführungen von Sven Schade von der Europäischen Kommission folgen.“

DI Karl Rossegger, Leitung Telekom Dienste

Wie ist es um die europäische Innovationsförderung bestellt? Darüber diskutierten im Anschluss Dr. Sven Schade (EC), Dr. Henrietta Egerth (FFG) DI KommR, Günter Rübig (Rat für Forschung und Technologie), DI Karl Rossegger (LINZ AG), DI Dr. Christoph Eberst (Convergent IT) sowie Dr. Roland Eisl (enrag). Zur Sprache kamen auch die Vorteile einer Teilnahme am europäischen Förderprogramm, was Antragsteller besonders beachten müssen und welche Änderungen die europäische Kommission für die Zukunft plant.

Innovationen schneller auf den Markt bringen

Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der nationalen Forschungs- und Förderungsgesellschaft FFG betonte, dass es sich beim Horizon2020 um ein Excellence-Programm handle. D.h., die hier geförderten Projekte hätten tatsächlich ein sehr großes Innovationspotenzial und müssten demnach möglichst schnell auf den Markt kommen können. Ihrer Meinung nach ist die Zeitspanne zwischen Einreichung und Marktreife auf regionaler bzw. nationaler Ebene passabel, auf EU-Ebene noch zu lange. Dem stimmte auch DI Günter Rübig zu, ebenso wie zahlreiche Unternehmens-Vertreter aus dem Publikum.  

Österreich im Spitzenfeld

Mit 429 eingereichten Projekten und einem Volumen von knapp 247 Mio. Euro ist die Beteiligung Österreichs am H2020 Förderprogramm sehr gut. Oberösterreich liegt mit etwas mehr als 22 Mio. Euro Rückflüssen und 47 erfolgreichen Beteiligungen an dritter Stelle hinter Wien (106 Mio.) und der Steiermark (70 Mio.).


Das Potenzial des Kollektivs

Wie wichtig es ist, das gesamte Forschungsnetzwerkes zu aktivieren, betonte DI Manfred Ruhmer, Leiter der Abteilung Forschungs- und Innovationsförderberatung der Business Upper Austria, der auch durch den Tag führte. Deshalb wird die Business Upper Austria nach diesem Kick-Off-Event, die Community im Rahmen verschiedener Treffen regelmäßig an einen Tisch bringen. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich im Rahmen von drei Parallel-Workshops mit anderen über ihre Erfahrungen mit H2020 auszutauschen. Die gesammelten Ergebnisse daraus sind Input für die zukünftig regelmäßigen Erfahrungsaustauschrunden. Als besonders wichtig wurde von den Teilnehmern beispielsweise die Konsortialpartnersuche identifiziert, dieses Thema wird daher beim nächsten Treffen am 27. Jänner 2016 im Mittelpunkt stehen. >> Lesen Sie mehr dazu

 

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit der österreichischen Forschungsgesellschaft (FFG) und dem Enterprise Europe Network organisiert.


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