Die Zukunft von F&E in Europa: Chancen für OÖ

Eva Kaili, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des EU-Parlaments. Foto: WKOÖ/Wiesler
Eva Kaili, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des EU-Parlaments. Foto: WKOÖ/Wiesler

12.10.2018

Für wirtschaftlichen Erfolg spielen vor allem Forschung und Entwicklung eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund organisierten die oö. Standortagentur Business Upper Austria und die Wirtschaftskammer OÖ am 12.10.2018 die Veranstaltung „The Future of European R&D“. Rund 100 Besucher/innen folgten den Vorträgen hochkarätiger Referent/innen. Das Besucherinteresse unterstrich einmal mehr, dass Oberösterreich eine Region ist, die auch bei der Forschung federführend ist. „Internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer sind im wirtschaftlichen Wettbewerb unerlässlich“, betont Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Forschung und Innovation sind die Grundlagen des Erfolges in einer wissensbasierten Gesellschaft. Die EU hat dies zu einem Hauptthema gemacht und mit dem laufenden Horizon2020 das weltweit größte Forschungsrahmenprogramm erstellt. Ein einheitliches Patentsystem in Europa spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der Schutz des geistigen Eigentums bringt Rechtssicherheit, schafft Qualitätskriterien und hilft, Produktnamen und Marken zu etablieren. Das sind vor allem im Wettbewerb mit Asien wichtige Faktoren. Diesem und anderen Themen widmete sich am Freitag die Veranstaltung in der Wirtschaftskammer. Eva Kaili, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses im EU-Parlament, und Prof. Dr. Yann Ménière, Chefökonom des Europäischen Patentamts, referierten über die verschiedenen Aspekte der Zukunft der europäischen Forschung. LH-Stv. Strugl und Dr. Clemens Malina-Altzinger, Vizepräsident der Wirtschaftskammer OÖ; konnten weiters auch Dr. Paul Rübig, Mitglied des Europäischen Parlaments, Mag. Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen Handwerks- und KMU-Verbandes UEAPME und Vizepräsidentin der WKO, sowie zahlreiche Unternehmer/innen bei dieser Veranstaltung begrüßen.

Forschung ist zentrales EU-Thema

„Oberösterreich gilt als eine der forschungsintensivsten und innovativsten Regionen Europas. Umso erfreulicher ist es, dass das hochkarätige europäische Forschungsforum in Linz stattfindet. Im Europäischen Parlament setzen wir uns für eine international vernetzte europäische Forschung und ein unbürokratisches Forschungs-Förderungsprogramm ein“, erklärte MEP Rübig. Eine Studie von Pascal Lamy habe gezeigt, dass eine Verdoppelung des EU-Forschungsbudgets notwendig sei, um Europa langfristig an der Spitze bei Forschung und Innovation zu halten. Mit dem EIT – dem Europäischen Innovations- und Technologieinstitut – wird die Zusammenarbeit der Universitäten, Forschungseinrichtungen und forschenden Unternehmen auf europäischer Ebene gestärkt. Im STOA, dem Wissenschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, diskutieren die EU-Abgeordneten mit weltweiten Experten über die neuesten und Trends und Innovationen bei den Themen Gesundheit, Mobilität, Bildung oder Digitalisierung.

Österreich genießt hohe Wertschätzung

Die Vertreter des European Institute of Innovation and Technology (EIT) schlossen bei der Veranstaltung in Linz den inhaltlichen Bogen. Das EIT vereint und unterstützt europäische Visionäre und ist somit wegweisend für effektive internationale Kooperationen. Gemeinsam will man die Innovationskapazität steigern. Hierbei werden die besten Köpfe aus dem „Wissensdreieck“ (Bildung, Forschung & Innovation) mit Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities – KICs) zusammengeführt. Die dabei entstandenen interdisziplinären Teams sind im Bereich der Spitzenforschung tätig. Auch Österreich gehört zu diesen Pionieren: Österreich wurde zum ersten Mal in ein KIC unter dem nunmehrigen Namen EIT Raw Materials aufgenommen.

Durch wissenschaftliche Exzellenz solide Wissensbasis schaffen

Im November 2011 hat die Europäische Kommission dem Rat und dem Europäischen Parlament ihre erste "Strategische Innovationsagenda" (SIA) vorgelegt. Darin schlug die Kommission vor, das EIT in das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizont 2020" zu integrieren. Horizon 2020 ist mit einem Budget von rund 75 Milliarden Euro das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation. Ziel dabei ist durch wissenschaftliche Exzellenz eine solide Wissensbasis zu schaffen. Diese soll der Nährboden für Industriewachstum bilden, um gezielt gesellschaftliche Probleme (Energie, Umwelt, Ernährung, etc.) zu lösen. Die gebündelte Kraft soll die Grundlage zukünftiger Technologien, Beschäftigung und Lebensqualität sichern.

Eva Kaili, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des EU-Parlaments. Foto: WKOÖ/Wiesler
Eva Kaili, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des EU-Parlaments. Foto: WKOÖ/Wiesler
Besucher aus Wirtschaft, Forschung und Bildung verfolgten die Vorträge. Foto: WKOÖ/Wiesler
Besucher aus Wirtschaft, Forschung und Bildung verfolgten die Vorträge. Foto: WKOÖ/Wiesler
Yann Ménière, Chefökonom des Europäischen Patentamtes. Foto: WKOÖ/Wiesler
Yann Ménière, Chefökonom des Europäischen Patentamtes. Foto: WKOÖ/Wiesler
MEP Paul Rübig, Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der WKO, LH-Stv. Michael Strugl. Foto: WKOÖ/Wiesler
MEP Paul Rübig, Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der WKO, LH-Stv. Michael Strugl. Foto: WKOÖ/Wiesler

Foto: Mag. Magdalena Dijkhuizen, Bakk.

Mag. Magdalena Dijkhuizen, Bakk.

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