DiKATECH setzt auf regionale Reststoffverwertung

Die beiden Gründer der DiKATECH GmbH (v.l.): Mattäus Diermayr und Michael Kasteneder ©DiKATECH GmbH
Die beiden Gründer der DiKATECH GmbH (v.l.): Mattäus Diermayr und Michael Kasteneder ©DiKATECH GmbH
©DiKATECH GmbH
©DiKATECH GmbH
©DiKATECH GmbH

26.05.2020

Während viele Bereiche unseres Lebens auf ständigen Nachschub an Rohstoffen angewiesen sind, wird in Deponien und Verbrennungsanlagen eine Unmenge an organischen Stoffen ungenutzt entsorgt. Mit ihrer Idee, aus solch vermeintlich wertlosen Reststoffen Pellets zu erzeugen, geht die Firma DiKATECH GmbH aus Wippenham neue Wege in der Wiederverwertung von Abfallprodukten.

Im August 2019 gründeten Mattäus Diermayr und Michael Kasteneder das Unternehmen DiKATECH und entwickeln seither mit ihren Kunden individuelle Konzepte zur Wiederverwertung von ökologischen Roh- bzw. Reststoffen zu Pellets verschiedenster Art. „Wir haben erkannt, dass es in unserer Region eine Vielzahl an Reststoffen etwa aus der Landwirtschaft oder der Lebensmittelproduktion gibt, die nicht oder nur geringfügig genutzt werden. Viele dieser Stoffe eignen sich z.B. als Futterzusatz in Kombination mit Heu oder auch als Dünger. Die werden von uns beigemischt und zu hochwertigen Pellets verarbeitet. So verwerten wir nicht nur Reststoffe, sondern schaffen auch Wertschöpfung in der Region“, erklärt Geschäftsführer Mattäus Diermayr.


Risikofreies Testen

Für den Aufbau ihres Unternehmens haben die beiden Innviertler in einem leerstehenden landwirtschaftlichen Gebäude in der Gemeinde Wippenham ein Testcenter für Pelletierungen errichtet. Damit wollen sie ihren Kunden einen besonderen Mehrwert bieten: Denn bevor diese in eine eigene Pelletieranlage investieren, können sie im Testcenter Probepelletieren. DiKATECH testet dabei, ob eine Pelletierung mit dem vorgesehenen Material möglich ist, ermittelt die passende Matrize und dokumentiert den gesamten Verlauf. „Wir ermöglichen unseren Kunden, quasi risikofrei auf Probe zu pelletieren. Um nur 490 Euro stellen wir ihnen unsere Anlage zur Verfügung und fertigen gemeinsam individuelle Pelletmischungen. Damit bekommt der Kunde nicht nur ein erstes Feeling für die Anlage, sondern auch gleich ein fertiges Produkt samt Wirtschaftlichkeitsberechnung mit nachhause, das er unmittelbar danach vertreiben und so potenzielle Absatzmärkte ausloten kann“, erklärt Diermayr. Damit will DiKATECH vor allem auch regionalen Landwirten und Kleinunternehmern die Möglichkeit bieten, ihre Rohstoffe nachhaltig zu nutzen, daraus einen Mehrwert zu generieren und sie erneut der Wertschöpfungskette zuzuführen.
 

Nachhaltigkeitsgedanke wird großgeschrieben

Ob Schafwolle, Heu, Stroh, Trester, Altholz oder Bruchware aus Obst und Gemüse – der Zusammensetzung der Pellets, die DiKATECH produziert, sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt Pelletmischungen, die aufgrund ihrer Eigenschaft mehr oder weniger knifflig sind. Beispielsweise wenn sehr feuchte Rohstoffe verarbeitet werden. Im Testcenter können diese Materialien mit weniger feuchten Reststoffen vermischt und so eine ressourcenintensive Trocknung vermieden werden. „Der Nachhaltigkeitsgedanke lässt sich unendlich weiterspinnen“, sagt Diermayr und zeigt weitere Vorteile der Pelletieranlage auf: „Ausreichender Lagerplatz für Rohstoffe ist oft Mangelware und es ist uns ein großes Anliegen, dass nicht noch mehr von unserer schönen Landschaft verbaut wird. Mit unserer Anlage ist es möglich, das Volumen diverser Roh- und Reststoffe massiv zu verkleinern und somit den Platzbedarf gering zu halten, bevor diese Stoffe einem neuerlichen Produktionsprozess zugeführt werden.“ Dass der Umweltgedanke bei DiKATECH eine große Rolle spielt, beweist auch die Tatsache, dass die Firmengründer bei der Standortwahl auf die Nachnutzung eines bereits bestehenden Gebäudes gesetzt haben, anstatt neu zu bauen.
 

Rundum-Service

Zusätzlich zum Testcenter vertreibt DiKATECH hochwertige Anlagen der Firma Ecokraft. Somit bekommen Kunden, die nach der Testpelletierung in eine eigene Anlage investieren wollen, nicht nur die vorab investierten 490 Euro gegenverrechnet, sondern ein Rundum-Service geboten. „Wir liefern neben umfassender Beratung auch die passende Softwarelösung – auf Wunsch auch gleich mit Webshopanbindung, falls unsere Kunden ihre Pellets online vertreiben möchten“, erklärt Diermayr.

Unterstützung für ihr Investitionsvorhaben fand die DiKATECH GmbH bei der oö. Standortagentur Business Upper Austria. Gemeinsam konnten Fragen zu geeigneten Fördermöglichkeiten geklärt werden.

www.dikatech.at


Folgen Sie uns auch auf: