INKOBA Salzkammergut-Nord: 11 Gemeinden arbeiten bei Betriebsansiedlung zusammen

Eine Gruppe steht mit Blick Richtung Kamera. Einer der Personen hält ein Schild mit einer Karte von INKOBA Salzkammergut-Nord
Erste Versammlung des Gemeindeverbandes „INKOBA Salzkammergut Nord – v.l.: Robert Oberfrank (WKO-Leiter Gmunden), Gemeindevorstand Josef Prielinger (Vorchdorf), Gemeinderat Ing. Erich Hametner (Grünau), WKO-Obmann Martin Ettinger, GR Ing. Michael Hamminger (Scharnstein), Bgm. Franz Kronberger (St. Konrad),Bgm. Fritz Steindl (Gschwandt), Bgm. Stefan Krapf (Gmunden), GR Michael Fürtbauer (Ohlsdorf), INKOBA-Obmann Bgm. Hans Kronberger (Kirchham), Bgm. Fritz Feichtinger (Laakirchen), Bgm. Dieter Helms (Pinsdorf), Bgm. Alfred Gruber (Ohlsdorf), Franz Tauber (Business Upper Austria) und Horst Gaigg (Geschäftsführer TZ-Salzkammergut). Foto: WKO Gmunden

20.07.2017

Die Vertreterinnen und Vertreter von elf Gemeinden im Raum Gmunden haben den Gemeindeverband „Interkommunale Betriebsansiedelung Salzkammergut-Nord“ endgültig aus der Taufe gehoben. „Die Gemeinden bündeln damit ihre Kräfte und arbeiten bei Betriebsansiedlung und Standortentwicklung zusammen“, freut sich Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl über die jüngste von nun bereits 30 Gemeindekooperation in OÖ.

Bereits vor zehn Jahren gab es erste Ideen für eine Gemeindekooperation in der Region. Auf Initiative der Wirtschaftskammer Gmunden wurde 2016 ein neuer Anlauf gestartet, den die Gemeinden Grünau im Almtal, Gschwandt, Kirchham, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, Roitham, Sankt Konrad, Scharnstein, Vorchdorf und die Stadt Gmunden mit der konstituierenden Verbandsversammlung am 24. Juli 2017 nun erfolgreich abgeschlossen haben. Unterstützt wurden sie dabei von Business Upper Austria und dem Technologiezentrums Gmunden.

Die Anforderungen an die Infrastruktur werden bei Betriebsansiedlungen und –erweiterungen immer höher und reichen von professionellem Service und Rechtssicherheit bis hin zu weichen Faktoren wie dem Angebot an Bildungs-, Betreuungs-, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Wohnqualität und Arbeitskräfteangebot.

„Diese vielfältigen Rahmenbedingungen kann kaum noch eine einzelne Standortgemeinde aufbieten. Daher haben sich, unterstützt von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, während der vergangenen 15 Jahre in Oberösterreich flächendeckend interkommunale Kooperationsgemeinschaften zur Entwicklung und Besiedelung von betrieblichen Standorten gebildet. Kein anderes Bundesland verfügt über ein auch nur annähernd so dichtes Netz an interkommunalen Kooperationsgemeinschaften zur Entwicklung und Besiedelung von Betriebsstandorten“, stellt LH-Stv. Strugl fest. Der Gemeindeverband im Raum Salzkammergut-Nord ist bereits die Nummer 30 in der oberösterreichischen INKOBA-Landschaft.

„Die Gemeinden der Region Salzkammergut-Nord haben die Zeichen der Zeit erkannt und gehen mit Zuversicht, vollem Engagement und Vertrauen in die Stärken der Region an die Herausforderungen, die sich ihnen stellen, heran. Erste Aufgabe der neuen INKOBA ist es, das Standortangebot genauestens zu analysieren und jene Flächen herauszukristallisieren, die nicht nur für Betriebsansiedelungen geeignet, sondern die seitens der Eigentümer auch tatsächlich verfügbar sind“, skizziert der neu gewählte INKOBA-Obmann Bürgermeister Johann Kronberger aus Kirchham das wichtigste Ziel für die INKOBA Salzkammergut-Nord.

Zwei Drittel der Gemeinden arbeiten bei Betriebsansiedlung zusammen
Oberösterreich ist bei der interkommunalen Kooperation im Bereich der Standortentwicklung und Betriebsansiedlung (INKOBA - Interkommunale Betriebsansiedlung; Wirtschaftspark) bundesweit führend. Insgesamt kooperieren schon 311 der insgesamt 442 oö. Gemeinden in 30 INKOBA-Verbänden und Wirtschaftsparks. Damit sind mehr als zwei Drittel aller Gemeinden des Landes in derartigen Kooperationsgemeinschaften organisiert. Die Gemeinden entwickeln gemeinsam Betriebsbaugebiete und teilen sich Kosten und Erträge. Kompetent unterstützt werden sie dabei von den Experten der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Seit Gründung der ersten INKOBA im Jahr 2001 wurden dabei schon an die 300 ha, das sind immerhin rund 3 Millionen m², gemeinschaftliche Flächen entwickelt. Davon sind derzeit noch ca. 100 ha für Betriebsansiedlungen verfügbar. Die Vorteile, die INKOBAs und Wirtschaftsparks bieten, haben sich schon mehr als 100 Firmen zunutze gemacht und damit rund 1.300 Arbeitsplätze in die Regionen gebracht.


Foto: Franz Tauber

Franz Tauber

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