Recycling von Kunststoffverpackungen: Countdown läuft

Die S. Spitz GmbH in Attnang-Puchheim will im Rahmen des Projekts ihre PET-Flaschen weiterentwickeln © S. Spitz GmbH
Die S. Spitz GmbH in Attnang-Puchheim will im Rahmen des Projekts ihre PET-Flaschen weiterentwickeln © S. Spitz GmbH
Walter Scherb, Geschäftsführung S. Spitz GmbH © Robert Maybach
Walter Scherb, Geschäftsführung S. Spitz GmbH © Robert Maybach

10.06.2020

Bis 2030 sollten laut Vorgabe der EU alle Kunststoffverpackungen recyclingfähig sein. Damit stehen Hersteller und Lieferanten der Branche mehrfach unter Druck, weil auch der Handel und die Konsumenten rasche Lösungen fordern. Das branchen- und bundesländerübergreifende Kooperationsprojekt „Packloop“ des Lebensmittel-Clusters der oö. Standortagentur Business Upper Austria schafft nachhaltige und sichere Verpackungen.

Gesetzliche Vorgaben, Umweltschutz und die praktische Umsetzung summieren die Herausforderungen: „Packloop“ liefert Lösungsansätze, um die ökologischen Auswirkungen von Verpackungen aufzuzeigen und produktspezifische Optimierungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Im Projekt werden für die drei teilnehmenden Lebensmittel-Produzenten und die beiden mitwirkenden Verpackungshersteller maßgeschneiderte kreislaufwirtschaftstaugliche Verpackungen ausgewählt, die aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit und Lebenszyklusanalyse optimale zukunftsorientierte Lösungen darstellen. Eine der wichtigsten Vorgaben: Der Produktschutz steht bei jeder Modifikation, Optimierung oder Neuentwicklung im Vordergrund und darf durch die kreislaufwirtschaftstaugliche Verpackung nicht beeinflusst werden. Bei Konsumgütern verursacht eine Verpackung bei den meisten Produkten nur geringfügige Umweltauswirkungen. Verdorbene Lebensmittel sind dagegen ein großes ökologisches Problem.

Hygiene und hoher Sicherheitsstandard

Auch der Rezyklateinsatz für Verpackungen ist ein Thema. Lebensmittelverpackungen können nur aus recycelten Kunststoffen hergestellt werden, um die hohen Anforderungen des Lebensmittelrechts zu erfüllen. Im Projekt soll vor allem der Einsatz von Rezyklaten als Sekundärpackmittel (Umverpackungen ohne direkten Kontakt zum Lebensmittel) beurteilt und mögliche Einsatzgebiete dafür ausgearbeitet werden. Aus wirtschaftlicher Sicht ist entscheidend, in welcher Größenordnung es durch die Umstellung zu einem höheren Materialaufwand im Vergleich zu konventionellem Verbundverpackungen kommt.

Das Thema nachhaltige Entwicklung sieht Spitz als österreichisches Familienunternehmen als wesentlichen Teil seiner unternehmerischen Verantwortung. „Vor diesem Hintergrund gehört das Vorantreiben zukunftsorientierter Verpackungen mit geringstmöglicher Umweltauswirkung im Rahmen der Produktentwicklung zu unserem Kerngeschäft. So ist zum Beispiel im Getränkebereich, dem größten unserer Geschäftsfelder, die Beurteilung und die darauf basierende Weiterentwicklung von PET-Flaschen mit bestimmten funktionellen Zusätzen und großflächigen Rundum- Kunststoffetiketten ein interessantes Themengebiet, welches wir im Rahmen dieses Projektes vertiefen werden und woraus wir uns wesentliche Erkenntnisse für unsere zukünftigen Verpackungskonzepte erwarten.“, so Walter Scherb, Geschäftsführer der S. Spitz GmbH.

Projektpartner

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogrammes „Innovatives OÖ 2020“ vom Land OÖ sowie vom Land NÖ gefördert.


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