Staatspreis Innovation 2017: Zwei der sechs nominierten Unternehmen kommen aus Oberösterreich

Statuen des oö. Landespreises für Innovation 2016. Foto: Land OÖ/Schauer
Statuen des oö. Landespreises für Innovation 2016. Foto: Land OÖ/Schauer

15.02.2017

Am 28. März 2017 verleiht Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner den Staatspreis Innovation an Österreichs innovativstes Unternehmen. Aus den insgesamt 485 Projekten, die sich über Landesinnovationswettbewerbe beworben haben, wurden 26 zum Staatspreis Innovation entsandt. Aus diesen hat eine Expertenjury sechs Firmen zur höchsten Auszeichnung für innovative Unternehmen nominiert - zwei davon kommen aus Oberösterreich.

Der Staatspreis Innovation wird vom Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium vergeben und von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisiert und durchgeführt; dieses Jahr bereits zum 37. Mal.

Aus Oberösterreich nominiert wurden die EV Group GmbH (Gewinner des oö. Innovationspreises in der Kategorie "Großunternehmen") und die AV Stumpfl GmbH (Gewinner des oö. Innovationspreises in der Kategorie "Mittlere Unternehmen").

EV Group: SmartNIL™ Prozess – Nanopräge-Lithographie
Mit der Entwicklung des richtungsweisenden SmartNIL™ Prozesses und dem industrieweit ersten, vollintegrierten Produktionssystem verhalf EV Group (EVG) der Nanopräge-Lithographie (engl. Nano-Imprint Lithography bzw. NIL) zum Durchbruch in der Hochvolumenfertigung. Mit der SmartNIL-Technologie werden feinste Strukturen bis hin zu mikroskopisch kleinen, 3-dimensionalen Elementen von einem Spezialstempel auf dünne Glaswafer übertragen, um die optischen, elektrischen und/oder mikromechanischen Eigenschaften der darauf entstehenden Bauteile gezielt zu beeinflussen. Die Innovation ermöglicht in der Consumer-Elektronik, Telekommunikation und IT z.B. Speichermedien mit höherer Kapazität, effizientere LEDs, optische Elemente zur 3D-Videoaufzeichnung mit normalen Smartphones sowie Augmented Reality-Anwendungen. Dazu kommen holographische Displays und sogar 3D-Bildschirme, die ohne 3D-Brillen auskommen. In der Bio- und Medizintechnik lassen sich mit Hilfe sogenannter Mikrofluidik-Chips z.B. Blutwerte sofort beim Arzt auswerten. Auch die Herstellung komplexer Bio-Chips für die DNA-Analyse zur Früherkennung bestimmter Krankheitsbilder wird mit EVG-Technologie kostengünstig in Großserie ermöglicht.

AV Stumpfl: Wings Vioso RX
Heutzutage sind aufwändige, multimediale Inszenierungen aus Museen, Erlebniswelten und Shows nicht mehr wegzudenken. Die zentrale Steuerungseinheit bei derartigen Produktionen wird "Medienserver" genannt. Den AV Stumpfl-Ingenieur/innen ist es gelungen, die Leistungsfähigkeit eines Medienservers in bisher noch nie dagewesene Dimensionen zu heben. Der Schlüssel dazu ist eine neu entwickelte Software, die spezielle Basisfunktionen des Betriebssystems umgeht bzw. selbst übernimmt. Die für Medienserver besonders repräsentative Kennzahl der so genannten "Datenrate" liegt bei AV Stumpfls neuem Server bei rund dem vierfachen gegenüber dem Mitbewerb. Dadurch lassen sich nicht nur Effekte realisieren, die bisher noch nicht möglich waren – sondern auch bestehende Projekte, bei denen bisher beispielsweise 16 Server notwendig waren, lassen sich nun mit einem einzigen realisieren.

Videos zu den Projekten sowie weitere Informationen zum oberösterreichischen Landespreis für Innovation finden Sie auf www.biz-up.at/innovationspreis.


Foto: Sylvia Sturany

Sylvia Sturany

Projektassistentin
Tel.: +43-732-79810-5049