Building Innovation Cluster: Die Evolution des Holzbaus

Aus MHC wird BIC – ab 24. Jänner 2022

Aus MHC wird BIC ©AdobeStock/Sergymansurov

30.12.2021

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Innovationen stellen Unternehmen aus dem Bereich Möbel und Holzbau vor neue, interessante und schwierige Herausforderungen. Unter diesen Vorzeichen ist die Umbenennung des Möbel- und Holzbau-Clusters in Building Innovation Cluster eine logische Konsequenz und mehr als nur ein Wortspiel. Der „Relaunch“ begründet 2022 eine neue Ära mit Erweiterung der Zielgruppen und der Entwicklung neuer Formate.

Der Möbel- und Holzbau-Cluster (MHC) der oö. Standortagentur Business Upper Austria wurde im Jahr 2000 gegründet und hat in dieser Zeit mehr als 170 geförderte Cluster-Kooperationsprojekte mit über 550 Firmen initiiert und begleitet. Darüber hinaus hat sich der Cluster zu einem Erfolgsprojekt entwickelt, das mit Messen sowie der Vergabe von Awards und Veranstaltungen auch internationale Reputation erlangte. Die jetzt geplante Neuausrichtung samt Namensänderung ist kein Schlussstrich am Zenit des Erfolges. „Der Schritt ist die logische Weiterentwicklung des Clusters – eine Evolution, aber keine Revolution“, betont Cluster-Manager Erich Gaffal. Die Evolution resultiert aus den künftigen Herausforderungen, fachlich breiter zu denken und sämtliche Kräfte zu bündeln.


Upgrade für alle Partner

Grundprämisse: Die bestehenden Zielgruppen und Partner aus den Bereichen Möbel und Holzbau werden weiterhin bestens betreut, auch die erfolgreichen Schwerpunkte werden beibehalten. Neu ist eine Expansion in die Breite: Mit neuen zusätzlichen Zielgruppen wie Architekten, Bau sowie Bau-Zulieferern sollen weitere Formate entwickelt werden.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Digitalisierung
  • Nachhaltigkeit
  • Fachkräftemangel

Die Bauindustrie hat großes Aufholpotenzial bei der Digitalisierung, weil Planung, Konstruktion und die Umsetzung betroffen sind. „Alleingänge sind hier wenig sinnvoll. Der wahre Wert liegt in der Verknüpfung und Vernetzung, der Cluster bringt alle zusammen“, sagt Gaffal. BIM (Building Information Modeling) schafft die technologische Basis dafür. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen sinken. Europaweit werden fast 40 Prozent aller Emissionen durch den Bausektor verursacht. Im neuen Building Innovation Cluster ist das CO2-neutrale Bauen und Fertigen ein zentrales Thema.


Optimales Netzwerk

Der Building Innovation Cluster versteht sich als Plattform für nachhaltiges, vernetztes und intelligentes Bauen und Fertigen. Ziel ist, die regionale Wertschöpfung und die Zusammenarbeit und Produktivität aller an Bau und Produktion beteiligten Gewerke zu verbessern. Die Umsetzung erfolgt durch integrierte Prozesse, Planungstools und fortschrittliche Automatisierung, um die Ausführung vor Ort zu verbessern und zu beschleunigen. Dabei liegt der Fokus auf Prozessen und Schnittstellen zwischen Beschaffung, Planung, Herstellung sowie Vertrieb. Um analoge und digitale Werkzeuge nutzbar zu machen, widmet sich der Cluster auch der entsprechenden Qualifizierung von Beschäftigten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein massives Problem muss gemeinsam gelöst werden. „Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen der Baubranche. Hier können wir mit unseren Netzwerken und der Dachorganisation Business Upper Austria sehr viel bewegen“, betont der Cluster-Manager.


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