Medizintechnik, die weltweit begeistert

Live-Zuschaltung von REN Airong, Vizegouverneurin der chinesischen Partnerprovinz Shandong, in das Landhaus in Linz zu Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Moderatorin Nora Mack, Business Upper Austria. © Land OÖ/Max Mayrhofer
Live-Zuschaltung von REN Airong, Vizegouverneurin der chinesischen Partnerprovinz Shandong, in das Landhaus in Linz zu Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Moderatorin Nora Mack, Business Upper Austria. © Land OÖ/Max Mayrhofer

18.09.2020

Bei der internationalen Zusammenarbeit von sieben wirtschaftsstarken Powerregionen kann sich Oberösterreich als SmartMedTech-Spitzenregion positionieren. Das Leitprojekt „Medusa“ und Innovationen heimischer Unternehmen stoßen von Kanada über Brasilien bis zum Westkap auf positive Resonanz. Der Erfolg ist auch dem Medizintechnik-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria zu verdanken, der hinter den Kulissen erfolgreich die Fäden zieht.

Seit 2002 arbeiten die sieben wirtschaftsstarken „Power Regionen“ Bayern, Georgia (USA), Quebec (Kanada), São Paulo (Brasilien), Shandong (China), Westkap (Südafrika) und Oberösterreich eng zusammen und tauschen regelmäßig bei der „Konferenz der Regierungschefs“ – dem „Regional Leaders‘ Summit“ (RLS) – ihre Expertisen aus. Der Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich präsentiert sich vor allem im Bereich Medizintechnik und Digitalisierung. „Wir nutzen die Gelegenheit, uns international als SmartMedTech-Spitzenregion präsentieren zu können. Unsere enge Branchenkooperation und die damit verbundenen Synergieeffekte machen unser Bundesland zu einem erstklassigen Medizintechnik-Standort, insbesondere im Bereich der digitalen Gesundheits- und Telemedizin“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
 

Profis organisieren Zusammenarbeit

Unter Koordination des Medizintechnik-Clusters sollen wichtige Forschungsfelder ins internationale Rampenlicht gerückt werden. „Um in der Weltelite mitmischen zu können, bündeln Spitzenunternehmen, erstklassige Forschungs- und Bildungsstätten sowie Gesundheitseinrichtungen ihre Kräfte“, betont Nora Mack, Managerin des Medizintechnik-Clusters.  Der Cluster kann auf bestehende Kernkompetenzen des Landes Oberösterreich wie Werkstoffe, Smart Production und Digitalisierung setzen. Aus der engen Zusammenarbeit von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen entstehen Synergieeffekte, die einen bedeutenden Technologietransfer ergeben. „So wurde Oberösterreich zu einem erstklassigen Medizintechnik-Standort mit Kernkompetenzen im Bereich digitaler Gesundheit und medizinischer Materialien“, betont Mack. Ein Paradebeispiel für die Chancen und Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen ergeben, ist das Projekt „Medical EDUcation in Surgical Aneurysm clipping (MEDUSA)“, welches aus vier Einreichungen als Leitprojekt Medizintechnik hervorgegangen ist. Das mit 2,3 Millionen Euro dotierte Leitprojekt soll das Bundesland Oberösterreich als Standort für Medizintechnik stärken und die oö. MedTech-Branche international ins Rampenlicht rücken.

Auch heimische Unternehmen konnten beim Symposium ihr Know-how vor der internationalen Forschungselite präsentieren: SYMPTOMA, eine Suchmaschine für Krankheiten – wurde bereits von der Europäischen Kommission als die beste und vielversprechendste eHealth-Lösung ausgezeichnet – und COVIDOOR, eine WebApp zur Entlastung von Covid-19 Schleusen in Einrichtungen mit starkem Personenverkehr, voran in den besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime.
 

Start für „Digital Health Initiative“

Teil der Kooperation ist auch die von Bayern neu ins Leben gerufene gemeinsame Gesundheitsinitiative von RLS-Sciences - die Digital Health Initiative. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame interdisziplinäre Forschungsgruppe, die aktuelle Herausforderungen in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, Gesundheitsdaten sowie digitaler Gesundheit erforscht. Auf wissenschaftlicher Ebene wurde das Netzwerk RLS-Sciences gegründet, das aus vier Arbeitsgruppen besteht und neu um den Bereich Digital Health erweitert wurde. RLS-Vorsitzland ist aktuell Oberösterreich. Pandemiebedingt soll die nächste RLS-Konferenz erst im kommenden Jahr stattfinden. Stattdessen wurde vom 15. bis 16. September 2020 zum virtuellen Symposium über das weltweit am meisten diskutierte Thema - „Covid-19“ - geladen.


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